Italien/Frankreich – Mai/Juni 2001

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Tag 7: Montferrat bis St.-Tropez
In nicht einmal 2 Stunden schaffen wir es bis St. Tropez – und kehren direkt am Hafen unseres südlichsten Ziels ein. Beim Herfahren hatten wir schon einen Wegweiser zu einem Hotel gesehen und erhalten auch ein nettes 2-Zimmer Appartement 5 min vom Strand entfernt, zu einem für französische Verhältnisse guten Preis – 620 Franc zu dritt inklusive Frühstück. Das Hotel „Marie Luise" liegt zwischen St. Maxime und Port Grimaud.
Dann packen wir aus, werfen uns in die Badehosen und ab zum Strand. Herrlich sauberes Wasser (25°) und 33° Lufttemperatur bei strahlendem Sonnenschein ergeben trotz Sonnenschutzfaktor 12 leicht gerötete Haut. Als Mittagessen wird eine naheliegende Imbissbude angesteuert. Dort gibt's dann ein Sandwich mit Schinken und Käse (immerhin gleich ein halbes Baguette) um 22 Franc – ein echtes Diskontangebot...
Abgewaschen wird das Salz im hauseigenen Swimmingpool und nach Körperpflege geht's ins von der Rezeption empfohlene Lokal in St. Maxime.
Hier stimmt die Devise „Leben wie Gott in Frankreich" – ein Menu um 100 Franc und zusätzlich noch Schnecken als Vorspeise – die Franzosen verstehen einfach etwas von der guten Küche...
Morgen geht's dann Vormittag auf die Cote d'Azur-Runde (Cannes, Nizza, Monte Carlo, Menton) und für Nachmittag ist wieder Schwimmen angesagt.
St. Tropez Hafen
St. Maxime
Hotel Marie Louise
Tag 8: Côte d'Azur – Runde
Herrlich geschlafen, auf der Terrasse frühstücken – kann ja gar nicht besser sein. Nachdem es hier im Hotel möglich ist, ins Internet zu gelangen, wissen wir auch über die Wettervorhersage Bescheid – 30 Grad gibt's wieder, allerdings auch ein paar Wolken…
Wir beschließen, heute nur leichte Kleidung – also Jean und Regenjacke. Starten wollen wir gleich in Monte Carlo. Also einmal nach Frejus und dann auf die Autobahn bis nach Monte. Bei den schnellen Etappen von Mautstelle zu Mautstelle wird die Kawa wieder etwas warm, kommt aber nicht in den kritischen Bereich – anscheinend macht der Thermostat nicht ganz auf und um genügend Kühlwasserdurchsatz zu haben, benötigt man etwas Drehzahl… Immer wieder fahren wir durch Wolken – feucht, neblig – brrrr! In Monte ist es dann zwar warm, aber auch ziemlich dunstig und uns empfangen die Kulissen vom Formel 1-Rennen, die gerade fleißig abgebaut werden. So wirklich reizvoll ist Monte Carlo ja nicht – bis auf die „Wienerei" (Viennoiserie), wo wir ein anständiges Sandwich auf französische Art (also ein halbes Baguette gefüllt) um einen vernünftigen Preis erhalten. Schnell noch ein Kaffee und dann geht's ab zur Moyenne Corniche, Richtung Nizza. Leider fahren wir ziemlich in den Wolken, vom schönen Fernblick ist nichts zu sehen. In St. Agnes gibt's einen Fotohalt für die Kirche am Felsen und das "Weiße Rössl" und dann geht's weiter nach Nizza. In Nizza verfransen wir uns samt den GPS-Geräten und fahren einfach nach dem Bauch und den Himmelsrichtungen – und schon sind wir auf der Croisette, der Nobelmeile Nizzas. Als wir die Motorräder in einer Seitengasse abstellen wollen, werden wir von einem Franzosen angesprochen, der uns empfiehlt, die Radeln am Gehsteig zu parken – dies wird toleriert, abstellen im Parkverbot jedoch ist ziemlich teuer. Na dann ein kleiner Bummel zum Strand, ein Kaffee um sauteures Geld – Nizza gäbe zwar kulturell viel her, aber wir wollen am liebsten wieder zurück, um ins Wasser zu kommen.
So fahren wir einfach wieder auf die Autobahn, an Nizza fliegen wir vorbei, schnell runter bis Frejus. Dort wieder entlang der Küste im französischen Stil – Sperrflächen sind dazu da, damit Motorräder besser überholen können :-).
Dann schnell umgezogen, hinein ins Wasser! Eine Nacht hier ist uns ja noch gegönnt, aber dann müssen wir wieder in Richtung Heimat abdampfen.
Am Abend gibt's noch einmal ein hervorragendes Essen im La Reserve auf der "Fressmeile", einen gemütlichen Hafenbummel und dann ab ins Bettchen.
Monte Carlo Monte Carlo, Fürstenpalast am Berg
St.-Agnés Weißes Rössl
Nizza, Croisette St.-Maxime, Fressmeile
St.-Maxime, Maler
Tag 9: Côte d'Azur bis Lago Maggiore
Leider heißt es Abschied nehmen von der Cote. Motorräder wieder bepackt, ein gutes Frühstück und dann ab on the road. Über Frejus auf die Autobahn bis Menton zur Raststation, die letzten Francs noch in Benzin, einen Kaffee und ein Eis umgesetzt, weiter bis Ventimiglia. Dort geht's dann runter zur Küstenstrasse, weiter an der Blumenriviera. Vor St. Remo sehen wir einen Unfall – ein Rollerfahrer liegt bewusstlos auf der Straße, eine Menge Helfer sind schon am Unfallort. Hoffentlich ist nicht allzu viel passiert…
Kurz vor Imperia, der Hunger hat uns gepackt, sehen wir eine kleine Pizzeria am Straßenrand und schwenken ein. Leider gibt's Pizza nur am Abend, aber die Lokalbesitzerin, die gut deutsch spricht, offeriert uns ein paar gute Alternativen. So entscheiden wir uns für Spaghetti Carbonara und erhalten auch Riesenportionen. Da es so dunstig ist, entscheiden wir uns, nicht weiter bis Albenga auf der Küstenstraße zu fahren, sondern wechseln in Imperia auf die Autobahn und legen eine kurze Etappe bis Leca ein. Dort wechseln wir auf die SS582 und fahren eine herrliche Strecke in den Ligurischen Alpen. Kurz vor dem Colle San Bernardo tauchen wir in dichtesten Nebel – Sichtweite höchstens 20m. Schade, gerade hier sagt die Karte, wäre wunderschöne Aussicht. So schauen wir aber, dass wir schnell weiterkommen und tauchen urplötzlich wieder in strahlenden Sonnenschein. In Bagnasco finden wir eine kleine Cafeteria, wo sich anscheinend der ganze Ort trifft. Herrlicher italienischer Kaffee, ein gutes Eis und warme Temperaturen entschädigen uns für den Nebel.
Bei Ceva tauchen wir in die für den Piemont typische Hügellandschaft ein – auf jedem Hügel steht ein Dorf mit einer Kirche, die Straßen sind herrlich kurvig – ein echter Genuss!
Zwischen Alba und Asti ziehen dann die dicken Gewitterwolken auf – und wir glauben, gerade noch entgehen zu können. Leider ist dem nicht so und wir schaffen es gerade, bei den ersten Tropfen noch trocken unter einer Brücke Schutz zu finden und die Regenklamotten anzuziehen. Dann geht's wieder auf die Autobahn, der Regen hat schon wieder nachgelassen. Bei einem Parkplatz können wir wieder aus den Regenkombis raus und nach etwa knapp 100 km gibt's dann wieder eine kurze Kaffeepause.
Am Ende der Autobahn ist die Kawa wieder etwas wärmer und braucht ein paar Kilometer Tempo 100 – und obendrein ist das vorgesehene Hotel zum Raubrittertum übergewechselt und verlangt einen idiotisch hohen Preis, sodass wir eine andere Unterkunft suchen und auch ein sehr gutes Hotel mit vernünftiger Löhnung finden.
Eine Dusche und dann geht's zu Fuß in eine Pizzeria, die uns wirklich mit einer exzellenten Pizza und einem Tira mi su verwöhnt.
zw. Ventimiglia und San Remo
Lago di Varese
Tag 10: Lago Maggiore bis Ronzone
Bei wunderbarem Wetter starten wir in Lesa – es ist so warm, dass die Jacken am Rücksitz niedergespannt werden. Am Ende des Tages werden wir merken, dass selbst Sonnenschutzfaktor 12 zu wenig gegen einen Sonnenbrand sein kann.
An den kleinen Seen wie z.B. dem Lago di Varese vorbei geht's nach Lecco und von dort am Ostufer des Comer Sees nach Norden. Diese Straße ist als Schnellstraße mit zahlreichen und langen Tunnels ausgeführt – in den Tunnels ist es kalt, dazwischen bläst ein frischer warmer Westwind. Am Ende des Comer Sees biegen wir nach Osten ob, Richtung Passo Aprica und finden in der Gegend von Sondrio eine kurze Pausenmöglichkeit bei einem Einkaufszentrum. Dort bietet ein McDonald sowohl guten italienischen Kaffee als auch eine umfangreiche Mehlspeisenauswahl – so gar nicht wie in Österreich mit Muckefuck-Kaffee…
Über den Passo Aprica und den Passo Tonnale geht's bis Ronzone am Fuße des Mendelpasses, wo wir ein sehr gutes Quartier finden.
Dort gibt's sogar Ermäßigung für Motorradfahrer und auch Halbpension mit Auswahl aus mehreren Speisen.
zw. Sondrio und Passo Aprica
Passo Tonnale
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vor dem Mendelpass