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Sommertour 2001 Italien, Seite 2 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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3. Tag:Cimolais - Seiser Alm 212km Der heutige Tag startet zumindestens nicht im Regen. Gutes Frühstück trotz italienischer "Semmeln" - oder besser Zwieback? Abfahrt zum Passo di San Osvaldo - zwar nur 1.200 irgendetwas hoch, trotzdem sehr schön zu fahren - keine Autos, nur ein italienischer Ducatitreiber brennt mich her - aber was soll's, der kennt ja schließlich die Strecke. Über Longarone gehts zur Forcella Staulanza - ein mittelhoher Pass, der über ziemlich viele Kehren erreichbar ist. Weiter gehts zum Passo Giau - zuerst in waldreichem Gelände, dann über sehr enge Kehren in sehr felsiges und dann, sozusagen bei der vorletzten Kurve kommt man zu einer Alm und fährt quasi über die Wiese :-). Es ist reichlich kalt (nur 7 Grad) auf 2.344m - und Sonne kommt auch nicht recht durch. Vom Giau gehts weiter zum Falzarego. Eigentlich wollte ich die großen Pässe ja meiden, weil ich annahm, dass es sehr viel Verkehr geben würde - aber außer ein paar wenigen Autobussen ist fast nichts los, was vermutlich am Wetter liegt. Am Falzarego hab ich einen sehr netten Plausch mit einem Münchner, der eine neue FJR1300 fährt. Er ist bis auf die Vibrationen und die sehr bissigen Bremsen (ohne ABS) recht zufrieden, meint aber, dass es nicht notwendig ist, 143 PS auf einem Tourer zu haben. Weiter gehts nach Cernadoi in Richtung Pordoi Joch - jede Menge Autobusse, aber wenig Motorradfahrer - schnell wieder weiter,denn das Wetter sieht nicht wirklich gut aus. Eine Pizzeria in Canazei sorgt für Atzung - und dann gehts weiter zum Karerpass. Eigentlich wollte ich ja ursprünglich über den Fedaia fahren, aber die Abzweigung dürfte sich versteckt haben :-). Nahezu bei der Karerpasshütte beginnt es zu tröpfeln - ich rette mich unter den Balkon und mach wieder alles regensicher - nicht nur die Givi-Weichkoffer kriegen ihr Verhüterli drüber, auch ich komme in mein Präservativ (Regengewand). Jetzt fahr ich schon das dritte Mal in den Rosengarten - jedesmal hab ich das Pech, genau in den Regen zu kommen. Über den Nigerpass gehts in Richtung Tiers und dann weiter nach Siusi (Seis) - weil sich das Wetter ein wenig beruhigt, fahr ich auf die Seiser Alm und erspar mir das Quartier suchen - eine Informationsstelle vermittelt mir die Pension Schmung, wo ich sehr herzlich empfangen werde, mein Motorrad gleich in die Garage stellen kann und ein sehr gutes Abendessen bekomme (und das alles um 90.000 Lire!). Am Abend beginnt es noch einmal fest zu regnen, aber im Schutz des Hauses ist es mir lieber, wenn es am Abend regnet und morgen das Wetter wieder schöner wird. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Passo di San Osvaldo | zur Forcella Staulanza | Passo Staulanza | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Passo Giau | Falzarego | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Pordoi-Joch | nach Nigerpass | Seiseralm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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4. Tag: Seiser Alm - Stall/Mölltal Noch während des Frühstücks regnet es, aber nach dem Frühstück bricht die Sonne durch die Wolken - es wird doch nicht gar schön werden? Motorrad beladen, aufgesessen und losgestartet in Richtung Val Gardena - Grödnertal. In Kastelruth ist sozusagen der "Bär" los! Was machen all die Leute hier? Alle auf der Suche nach den Spatzen? Schnell weg... Über die großeDolomitenstraße ist natürlich viel Verkehr, aber als Motorradfahrer in Italien genießt man ja zum Glück ein paar Privilegien - Gaaaaas und vorbei :-) Rasch gehts hinauf aufs Grödner Joch - und natürlich gibts die obligate Zigaretten- und Kaffeepause, wenn es schon endlich einmal schöner ist. Die Kehren hinunter ins Tal sind natürlich ein Vergnügen, umso mehr, wenn man gleich noch ein paar Autos auch noch abhängen kann. In Corvara gehts dann nach links, Ri.Bruneck, und bei Villa wieder nach rechts, auf den Passo Valparolo. Walddurchfahrt, einige Kehren - und dann etwa 1 km vor dem Pass natürlich wieder einmal REGEN :-( ...und wieder spiele ich Zirkus - hinein ins Regengewande... Am Valparolo kann ich noch schnell den Valparolosee ablichten und dann gehts das kurze Stück zum Falzarego - wo es wieder zu regnen aufhört. Weiter nach Cortina d'Ampezzo - wo es wieder zu regnen beginnt... Im leichten Regen auf den Passo Tre Croci - ich hab gar keine richtige Lust mehr. Am Misurinasee werf ich mich in eine Pizzeria und mach einen Frustfraß - Riesenpizza, Nachspeise und Kaffee - wenn ich schon ned gescheit zum Fahren komm, dann futter ich wenigstens! Am Misurina hats zum Glück wieder einmal mit dem Regen aufgehört - aber so wirklich Freude kommt nimmer auf. Eigentlich kann ich ja in Kärnten genauso nass werden wie in Italien und da bin ich wenigstens bei Freunden... Also fällt der endgültige Entschluß - zurück nach Kärnten! In Lienz, anläßlich einer kurzen Rauchpause, wird dann angerufen, ob mein Zimmer noch zu haben ist - ja, es ist! - und der Weg führt wieder nach Stall im Mölltal in das Landgasthof Dorfschenke. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Grödner Joch (bei Sonne fotografiert sichs einfach besser...) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Passo Valparolo (und schon wieder ausgesonnt...) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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5.Tag: Ruhe und Mölltaler Gletscher Regen hat ja auch was Gutes... vor allem, wenn man im Bett liegt, um 7.30 Uhr einen Blick aus dem Fenster riskiert und sofort wieder weiterschläft. Um 10.00 Uhr heb ich mich dann doch aus den Federn (eigentlich gibts Frühstück nur bis 9.30 Uhr) und nutze meine "persönlichen" Beziehungen aus - ich krieg sogar Spiegelei mit Speck :-) Was nun - nachmittag Nockalm? Oder Glockner? Es klart einfach nicht auf... Beim Studium der Karte wird klar - die einzige Alternative ist die Mautstraße auf den Mölltaler Gletscher. Die Tochter des Hauses erklärt, dass die aber schon keine Mautstraße mehr ist, sondern nur mehr für Baufahrzeuge erlaubt ist. Egal - ein bisserl Risiko muß auch sein :-) Also los zur Gletscherbahn - und dahinter wartet der (offene) Schranken und eine Fahrverbotstafel mit Zusatz "ausgenommen Baufahrzeuge". Wär doch gelacht, wenn meine Kawa nicht sowieso ein Baufahrzeug wäre *g*. Also fahre ich den wunderschön asphaltierten Weg durch den Wald und komme bis zu 200m unter die Gipfelstation, wo der Schnee beginnt (2.600m hoch!). In der nahegelegenen Hütte gibts heißen Kaffee und nicht einmal eine blöde Frage, nicht einmal, wo ich doch den Sturzhelm mithabe. Dann gehts hinunter - und auch jetzt gibts (obwohl es nicht mehr regnet) keine Baufahrzeuge. Somithat wenifgstens der heutige Tag Sinn gemacht... |
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| Talstation Gletscherbahn | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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6. Tag: Stall/M. bis Wien Der heutige Tag ist schon relativ schön - es regnet nicht und es ist angenehm temperiert. Von Stall gehts auf direktem Weg bis nach Völkermarkt, wo ich einen Freund besuche und beim Neubesiedeln seiner Wohnung störe - trotzdem gibts Kaffee und ein etwas säuerliches Lächeln seiner Holden, als sie den Kaffee serviert und anschließend gleich weiterarbeiten darf :-) Weiter gehts zum Klippitzthörl, zur Pack, übers Gaberl, zurück Richtung Alpl und Birkfeld, weiter über Miesenbach und Vorau. Dann ist es schon wiedernimmer ganz so schön und ich beschliesse, die letzten Kilometer auf der Dosenbahn herunter zu drehen. Kurz nach Pinggau auf einem Parkplatz findet ein Motorradtreffen statt - 7 Motorräder! Allehüpfen in ihre Regenkombis und dann gehts im dichten Regen über den Wechsel - erst kurz vor Wr. Neustadt wirds wieder trockener. Bei Traiskirchen beginnt es zu stauen und bei der Ausfahrt SCS steht dann die ganze Dosenbahn - die Südosttangente ist wieder einmal nur einspurig. Mitbogenförmigem Ausscheren auf den Randstreifen kämpfe ich mich die paar hundert Meter bis zur Ausfahrt - dort stehen ein paar wildgewordene Sheriffs und schreiben allesauf, was sich erlaubt, den Pannenstreifen zur Ausfahrt zu verlängern. Ich bleib einfach stehen und frage, ob es irgendein Problem gibt - und werde aufgeklärt, angezeigt zu werden. Darauf entspinnt sich eine nette Diskussion über den § 12 Abs. 5 StVO, den ich inklusive Kommentars immermitführe - man tut ja was für die Ausbildung unserer Exekutive. Nach weiteren 10min werde ich mit den Worten: "Foarns weita, ich mag ned diskutieren mit ihna" von dannen gejagt - unddas ohne Anzeige :-))) (Fürböck's Website sei Dank!). In Wien regnets dann wieder - aber das ist mir auch schon egal... War im Prinzip eine schöne Tour - nur das Wetter hätt' halt mitspielen sollen... | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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